Nico steht vor dem krummen Tor der Zauberschule und hält die Luft an. Das alte Holz ist mit winzigen Sternen beschnitzt, und irgendwo dahinter tickt und summt es geheimnisvoll. Sein neuer Zaubermantel ist dunkelblau wie die Nacht – und er passt genau richtig. Dann schluckt Nico einmal. Langsam schreitet er hindurch.
Nico steht vor dem krummen Tor der Zauberschule und hält die Luft an. Das alte Holz ist mit winzigen Sternen beschnitzt, und irgendwo dahinter tickt und summt es geheimnisvoll. Sein neuer Zaubermantel ist dunkelblau wie die Nacht – und er passt genau richtig. Dann schluckt Nico einmal. Langsam schreitet er hindurch.
Doppelseite 2
In der warmen Frühstückshalle riechen die Bänke nach Zimt und warmem Brot. Plötzlich flüstert irgendetwas zwischen den Kerzen: „Psssst – guten Morgen!“ Kicher! Die Kerzen beginnen im Takt zu wackeln, als wären sie selbst ein bisschen kitzelig. Nico lacht so laut, dass der Bauch hüpft. „Zaubern fängt wohl schon beim Frühstück an“, denkt er.
In der warmen Frühstückshalle riechen die Bänke nach Zimt und warmem Brot. Plötzlich flüstert irgendetwas zwischen den Kerzen: „Psssst – guten Morgen!“ Kicher! Die Kerzen beginnen im Takt zu wackeln, als wären sie selbst ein bisschen kitzelig. Nico lacht so laut, dass der Bauch hüpft. „Zaubern fängt wohl schon beim Frühstück an“, denkt er.
Doppelseite 3
Die Bibliothek riecht nach altem Papier und Honig. Zwischen hohen Regalen entdeckt Nico ein Buch mit goldenem Schnitt, dessen Seiten ganz allein rascheln – leise, wie jemand, der etwas Wichtiges flüstert. Nico legt die Hand auf den Einband. Das Buch wird warm unter seinen Fingern. Siehst du das goldene Leuchten an den Rändern?
Die Bibliothek riecht nach altem Papier und Honig. Zwischen hohen Regalen entdeckt Nico ein Buch mit goldenem Schnitt, dessen Seiten ganz allein rascheln – leise, wie jemand, der etwas Wichtiges flüstert. Nico legt die Hand auf den Einband. Das Buch wird warm unter seinen Fingern. Siehst du das goldene Leuchten an den Rändern?
Doppelseite 4
Nico holt tief Luft und flüstert den allerersten Zauberspruch ganz für sich: „Lichtelein, komm!“ Seine Stimme klingt wie das Knistern eines Kaminfeuers. „Ganz ruhig atmen, dann sprechen“, murmelt er sich selbst zu, und ein winziges Fünkchen tanzt auf seiner Handfläche. Nico sieht es genau und nickt entschlossen.
Nico holt tief Luft und flüstert den allerersten Zauberspruch ganz für sich: „Lichtelein, komm!“ Seine Stimme klingt wie das Knistern eines Kaminfeuers. „Ganz ruhig atmen, dann sprechen“, murmelt er sich selbst zu, und ein winziges Fünkchen tanzt auf seiner Handfläche. Nico sieht es genau und nickt entschlossen.
Doppelseite 5
„Lichtelein, komm!“, flüstert Nico. Nichts. „Lichtelein, komm!“, versucht er es nochmals, diesmal ein bisschen lauter. Noch immer kein Funkeln, kein Leuchten – nur die eigene Hand, ganz still und gewöhnlich. Seine Schultern sacken ab. Was, wenn der Zauber in der ganzen Schule nur bei ihm einfach nicht will?
„Lichtelein, komm!“, flüstert Nico. Nichts. „Lichtelein, komm!“, versucht er es nochmals, diesmal ein bisschen lauter. Noch immer kein Funkeln, kein Leuchten – nur die eigene Hand, ganz still und gewöhnlich. Seine Schultern sacken ab. Was, wenn der Zauber in der ganzen Schule nur bei ihm einfach nicht will?
Doppelseite 6
Nico sieht auf die stille, gewöhnliche Hand. Sein Herz klopft schnell. Aber dann fällt ihm das warme Buch wieder ein, die tanzenden Kerzen, das raschelnde Gold – all das Wundersame von diesem Morgen. „Einmal noch“, flüstert Nico sich selbst zu. „Ganz ruhig – und ganz allein.“ Er reckt die Schultern.
Nico sieht auf die stille, gewöhnliche Hand. Sein Herz klopft schnell. Aber dann fällt ihm das warme Buch wieder ein, die tanzenden Kerzen, das raschelnde Gold – all das Wundersame von diesem Morgen. „Einmal noch“, flüstert Nico sich selbst zu. „Ganz ruhig – und ganz allein.“ Er reckt die Schultern.
Doppelseite 7
Nico schließt die Augen, atmet tief durch die Nase ein und denkt an das warme Buch, an die tanzenden Kerzen, an alles, was an diesem Morgen schon so wunderbar war. Dann spricht er, ganz ruhig: „Lichtelein, komm.“ Platsch! Ein goldenes Licht springt aus seiner Handfläche und tanzt durch den ganzen Raum wie ein Schwarm leuchtender Schneeflocken.
Nico schließt die Augen, atmet tief durch die Nase ein und denkt an das warme Buch, an die tanzenden Kerzen, an alles, was an diesem Morgen schon so wunderbar war. Dann spricht er, ganz ruhig: „Lichtelein, komm.“ Platsch! Ein goldenes Licht springt aus seiner Handfläche und tanzt durch den ganzen Raum wie ein Schwarm leuchtender Schneeflocken.
Doppelseite 8
Im sonnigen Innenhof streckt Nico die Hand aus und spricht die Worte noch einmal – und das goldene Funkeln wirbelt sofort los, höher und heller als zuvor. Dann kichert er und dreht sich einmal im Kreis. Das hier ist sein Zauber. Nico hat ihn sich erarbeitet, ganz für sich, und er gehört ihm.
Im sonnigen Innenhof streckt Nico die Hand aus und spricht die Worte noch einmal – und das goldene Funkeln wirbelt sofort los, höher und heller als zuvor. Dann kichert er und dreht sich einmal im Kreis. Das hier ist sein Zauber. Nico hat ihn sich erarbeitet, ganz für sich, und er gehört ihm.
Doppelseite 9
Als das goldene Funkeln langsam zur Ruhe kommt, bleibt etwas in seiner Hand zurück: eine kleine Murmel, die von innen heraus leuchtet, warm und golden – genau wie sein erstes Fünkchen. Sein eigener Zauber, fest und rund, zum Behalten. Nico hält sie ganz fest und spürt, wie sie sanft pocht, als hätte sie ein winziges, ruhiges Herz.
Als das goldene Funkeln langsam zur Ruhe kommt, bleibt etwas in seiner Hand zurück: eine kleine Murmel, die von innen heraus leuchtet, warm und golden – genau wie sein erstes Fünkchen. Sein eigener Zauber, fest und rund, zum Behalten. Nico hält sie ganz fest und spürt, wie sie sanft pocht, als hätte sie ein winziges, ruhiges Herz.
Doppelseite 10
Zu Hause legt Nico die Murmel auf den Nachttisch. Die Murmel leuchtet die Wand an, golden und still, genau wie sein erstes Fünkchen am Morgen. Nico zieht die Decke bis ans Kinn – der dunkelblaue Zaubermantel hängt ordentlich am Stuhl. Langsam schließt er die Augen, und auf seinen Lippen ist noch immer das Lächeln von diesem langen, mutigen Tag.
Zu Hause legt Nico die Murmel auf den Nachttisch. Die Murmel leuchtet die Wand an, golden und still, genau wie sein erstes Fünkchen am Morgen. Nico zieht die Decke bis ans Kinn – der dunkelblaue Zaubermantel hängt ordentlich am Stuhl. Langsam schließt er die Augen, und auf seinen Lippen ist noch immer das Lächeln von diesem langen, mutigen Tag.
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