Lea drückt die Nase ans kalte Bullauge und hält die Luft an. Dort draußen – ganz nah, ganz still – funkeln die Sterne wie Nadeln aus Licht. Noch nie hat sie so viele auf einmal gesehen. „Unendlich“, flüstert Lea, und der Atem hinterlässt einen kleinen Kreis auf dem Glas.
Lea drückt die Nase ans kalte Bullauge und hält die Luft an. Dort draußen – ganz nah, ganz still – funkeln die Sterne wie Nadeln aus Licht. Noch nie hat sie so viele auf einmal gesehen. „Unendlich“, flüstert Lea, und der Atem hinterlässt einen kleinen Kreis auf dem Glas.
Doppelseite 2
Beim Frühstück schweben die Müslistücke gemütlich durch die Luft, und Lea schnappt eines mit dem Mund. Kribbeln im Bauch, Kichern im Hals. Heute ist kein gewöhnlicher Tag – heute will sie weiter fliegen als je zuvor. „Ich bin bereit“, sagt Lea, ganz leise, nur für sich.
Beim Frühstück schweben die Müslistücke gemütlich durch die Luft, und Lea schnappt eines mit dem Mund. Kribbeln im Bauch, Kichern im Hals. Heute ist kein gewöhnlicher Tag – heute will sie weiter fliegen als je zuvor. „Ich bin bereit“, sagt Lea, ganz leise, nur für sich.
Doppelseite 3
Das kleine Raumschiff wartet warm und glänzend in der Schleuse. Lea klettert hinein, schnallt sich fest und legt den Finger auf den roten Startknopf. Er leuchtet sanft. Einmal tief Luft holen – und dann: wusch! – hinaus in den weiten, stillen Sternenhimmel, der sich überall um sie legt.
Das kleine Raumschiff wartet warm und glänzend in der Schleuse. Lea klettert hinein, schnallt sich fest und legt den Finger auf den roten Startknopf. Er leuchtet sanft. Einmal tief Luft holen – und dann: wusch! – hinaus in den weiten, stillen Sternenhimmel, der sich überall um sie legt.
Doppelseite 4
Zwischen zwei großen Sternen entdeckt Lea ein winziges Licht, das ziellos hin und her treibt. Kein Planet, kein Komet. Ein kleines Sternchen, allein und verloren. Es blinzelt zweimal – einmal, zweimal – als würde es fragen: „Siehst du mich?“ Langsam steuert Lea näher. Ja, sie sieht es.
Zwischen zwei großen Sternen entdeckt Lea ein winziges Licht, das ziellos hin und her treibt. Kein Planet, kein Komet. Ein kleines Sternchen, allein und verloren. Es blinzelt zweimal – einmal, zweimal – als würde es fragen: „Siehst du mich?“ Langsam steuert Lea näher. Ja, sie sieht es.
Doppelseite 5
Behutsam öffnet Lea das Andockfenster, und das Sternchen schlüpft herein. Es wärmt ihr die Handfläche wie ein kleiner Sonnenstein. Dann fliegt sie an einem grünen Planeten vorbei, an einem blauen mit Ringen – und der silberne Mond winkt, als wäre er ein alter Freund.
Behutsam öffnet Lea das Andockfenster, und das Sternchen schlüpft herein. Es wärmt ihr die Handfläche wie ein kleiner Sonnenstein. Dann fliegt sie an einem grünen Planeten vorbei, an einem blauen mit Ringen – und der silberne Mond winkt, als wäre er ein alter Freund.
Doppelseite 6
Ein leises Rauschen im Funk. Vor ihnen dreht sich ein ganzer Gürtel aus Mondsteinen, grau und schwer, langsam wirbelnd, Stein um Stein. Lea schluckt. Die Lücken sehen schmal aus – vielleicht zu schmal. Das Sternchen in ihrer Hand wird still. Lea auch.
Ein leises Rauschen im Funk. Vor ihnen dreht sich ein ganzer Gürtel aus Mondsteinen, grau und schwer, langsam wirbelnd, Stein um Stein. Lea schluckt. Die Lücken sehen schmal aus – vielleicht zu schmal. Das Sternchen in ihrer Hand wird still. Lea auch.
Doppelseite 7
Lea atmet einmal tief ein. Dann noch einmal. Ihr Herz klopft laut, aber die Hände werden ruhiger. Lea lenkt das Raumschiff ein kleines Stück nach links, dann nach rechts, dann geradeaus – und schwupp! – gleitet sie hindurch, kein Steinchen berührt. Das Sternchen hüpft einen Purzelbaum in der Schwerelosigkeit.
Lea atmet einmal tief ein. Dann noch einmal. Ihr Herz klopft laut, aber die Hände werden ruhiger. Lea lenkt das Raumschiff ein kleines Stück nach links, dann nach rechts, dann geradeaus – und schwupp! – gleitet sie hindurch, kein Steinchen berührt. Das Sternchen hüpft einen Purzelbaum in der Schwerelosigkeit.
Doppelseite 8
Hinter dem Steingürtel öffnet sich eine warme, goldene Sternenwolke. Lea blinzelt. Das Licht hier ist weich und riecht – beinahe – nach frischen Waffeln. Dann muss sie lachen. Genau so hatte es am Morgen gerochen, als sie das erste Mal aus dem Bullauge geschaut hatte. Das Weltall erinnert sie an zuhause.
Hinter dem Steingürtel öffnet sich eine warme, goldene Sternenwolke. Lea blinzelt. Das Licht hier ist weich und riecht – beinahe – nach frischen Waffeln. Dann muss sie lachen. Genau so hatte es am Morgen gerochen, als sie das erste Mal aus dem Bullauge geschaut hatte. Das Weltall erinnert sie an zuhause.
Doppelseite 9
Das Sternchen beginnt zu leuchten – erst rosa, dann goldgelb, dann strahlend hell. Es weiß, wo es hingehört. Sanft hebt es sich von ihrer Hand und schwebt durch das Andockfenster hinaus an seinen Platz zwischen zwei großen Sternen. Sein warmer Schein zieht eine lange, helle Linie – genau zurück zur Raumstation.
Das Sternchen beginnt zu leuchten – erst rosa, dann goldgelb, dann strahlend hell. Es weiß, wo es hingehört. Sanft hebt es sich von ihrer Hand und schwebt durch das Andockfenster hinaus an seinen Platz zwischen zwei großen Sternen. Sein warmer Schein zieht eine lange, helle Linie – genau zurück zur Raumstation.
Doppelseite 10
Lea landet weich, kuschelt sich unter die warme Decke und schaut durchs Bullauge. Dort, zwischen tausend Sternen, blinzelt ein kleines genau zweimal. Einmal, zweimal. Lea lächelt. Hingegangen, obwohl ihr Herz geklopft hatte – und zurückgekommen ist sie trotzdem. Und das fühlt sich an wie das Mutigste, das sie je getan hat.
Lea landet weich, kuschelt sich unter die warme Decke und schaut durchs Bullauge. Dort, zwischen tausend Sternen, blinzelt ein kleines genau zweimal. Einmal, zweimal. Lea lächelt. Hingegangen, obwohl ihr Herz geklopft hatte – und zurückgekommen ist sie trotzdem. Und das fühlt sich an wie das Mutigste, das sie je getan hat.
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