Nora, heute ist ihr großer Tag! Als sie die Augen aufschlägt, tanzt draußen am Fenster ein goldener Luftballon. Er trägt einen kleinen Zettel, und darauf steht in bunten Buchstaben: „Folge mir – heute ist dein Tag!“ Ihr Herz klopft, die Zehen kribbeln. Was wartet wohl da draußen?
Nora, heute ist ihr großer Tag! Als sie die Augen aufschlägt, tanzt draußen am Fenster ein goldener Luftballon. Er trägt einen kleinen Zettel, und darauf steht in bunten Buchstaben: „Folge mir – heute ist dein Tag!“ Ihr Herz klopft, die Zehen kribbeln. Was wartet wohl da draußen?
Doppelseite 2
Beim Frühstück hält Mama den Zettel hoch und sagt mit ernstem Gesicht: „Nora, der Ballon hat leider einen kleinen Hunger.“ Alle prusten los, und Papa verschluckt sich fast am Saft. Kicher! Der Ballon zupft ungeduldig an seiner Schnur, als wollte er sagen: Jetzt aber!
Beim Frühstück hält Mama den Zettel hoch und sagt mit ernstem Gesicht: „Nora, der Ballon hat leider einen kleinen Hunger.“ Alle prusten los, und Papa verschluckt sich fast am Saft. Kicher! Der Ballon zupft ungeduldig an seiner Schnur, als wollte er sagen: Jetzt aber!
Doppelseite 3
Nora schnappt die Schnur und folgt dem Ballon hinaus auf eine sonnige Wiese. Überall im hohen Gras liegen bunt eingewickelte Päckchen, eines nach dem anderen, wie kleine Trittsteine aus Glitzerpapier. Jedes zeigt ihr die nächste Richtung. Das Gras kitzelt an den Knien, und der Ballon schwuppt fröhlich vorwärts.
Nora schnappt die Schnur und folgt dem Ballon hinaus auf eine sonnige Wiese. Überall im hohen Gras liegen bunt eingewickelte Päckchen, eines nach dem anderen, wie kleine Trittsteine aus Glitzerpapier. Jedes zeigt ihr die nächste Richtung. Das Gras kitzelt an den Knien, und der Ballon schwuppt fröhlich vorwärts.
Doppelseite 4
Am Rand einer kleinen Stadt flattern Wimpel in allen Farben von den Dächern. Eine Bäckerin steht in ihrer Tür und ruft: „He, Nora! Ich hab' etwas für dich aufgehoben!“ Sie drückt ihr eine warme Zimtschnecke in die Hand – genau ihr liebster Leckerbissen. „Und sag der Brücke, ich schick' dich!“, flüstert sie mit einem Augenzwinkern.
Am Rand einer kleinen Stadt flattern Wimpel in allen Farben von den Dächern. Eine Bäckerin steht in ihrer Tür und ruft: „He, Nora! Ich hab' etwas für dich aufgehoben!“ Sie drückt ihr eine warme Zimtschnecke in die Hand – genau ihr liebster Leckerbissen. „Und sag der Brücke, ich schick' dich!“, flüstert sie mit einem Augenzwinkern.
Doppelseite 5
Der Ballon steigt höher und zieht Nora einen blühenden Hügel hinauf. Oben wartet ein kleines, flauschiges Wesen mit leuchtenden Knopfaugen und einer zischenden Wunderkerze. „Darf ich mitkommen?“, fragt es mit einer winzigen Stimme. „Ja!“, sagt Nora, und das Wesen hüpft funkelnd an ihre Seite.
Der Ballon steigt höher und zieht Nora einen blühenden Hügel hinauf. Oben wartet ein kleines, flauschiges Wesen mit leuchtenden Knopfaugen und einer zischenden Wunderkerze. „Darf ich mitkommen?“, fragt es mit einer winzigen Stimme. „Ja!“, sagt Nora, und das Wesen hüpft funkelnd an ihre Seite.
Doppelseite 6
Dann – ein übermütiger Windstoß! Wuuush! Eine ganze Brücke aus Konfetti und Luftschlangen bauscht sich vor ihr auf und schwankt hin und her. Das Wesen drückt sich an ihre Seite. Nora schaut hinüber. Die Brücke sieht sehr wackelig aus, und ihr Herz klopft laut wie eine kleine Trommel. Wie soll das gehen?
Dann – ein übermütiger Windstoß! Wuuush! Eine ganze Brücke aus Konfetti und Luftschlangen bauscht sich vor ihr auf und schwankt hin und her. Das Wesen drückt sich an ihre Seite. Nora schaut hinüber. Die Brücke sieht sehr wackelig aus, und ihr Herz klopft laut wie eine kleine Trommel. Wie soll das gehen?
Doppelseite 7
Nora atmet tief ein, nimmt das Wesen an die Hand und setzt den ersten Fuß auf die Konfetti-Brücke. Sie schwankt, Luftschlangen flattern um ihre Ohren – aber Nora geht weiter, Schritt für Schritt. Auf der anderen Seite angekommen springt das Wesen jubelnd nach. Ihr Herz, das eben noch so laut trommelte, ist auf einmal ganz ruhig und weit.
Nora atmet tief ein, nimmt das Wesen an die Hand und setzt den ersten Fuß auf die Konfetti-Brücke. Sie schwankt, Luftschlangen flattern um ihre Ohren – aber Nora geht weiter, Schritt für Schritt. Auf der anderen Seite angekommen springt das Wesen jubelnd nach. Ihr Herz, das eben noch so laut trommelte, ist auf einmal ganz ruhig und weit.
Doppelseite 8
Hinter der Brücke öffnet sich eine Lichtung, warm und golden wie Honig. Der Duft erinnert Nora an den Sommerabend bei Oma im Garten, als sie gemeinsam Glühwürmchen gezählt haben. Genau dieses Leuchten, genau dieser Atem von warmem Gras. Als hätte der Ballon gewusst, wohin ihr Herz am liebsten reist.
Hinter der Brücke öffnet sich eine Lichtung, warm und golden wie Honig. Der Duft erinnert Nora an den Sommerabend bei Oma im Garten, als sie gemeinsam Glühwürmchen gezählt haben. Genau dieses Leuchten, genau dieser Atem von warmem Gras. Als hätte der Ballon gewusst, wohin ihr Herz am liebsten reist.
Doppelseite 9
Da ruft jemand ihren Namen: „Nora!“ Und noch einer, und noch einer. Mama, Papa, die Bäckerin aus der Stadt mit einem riesigen Geburtstagskuchen – sie alle haben sich hier eingefunden, weil sie den Weg über die Brücke gefunden hat. Keiner wäre ohne sie hierhergekommen. Nora schaut in die Runde und spürt, wie ihr Herz ein ganz großes Wort nicht aussprechen kann.
Da ruft jemand ihren Namen: „Nora!“ Und noch einer, und noch einer. Mama, Papa, die Bäckerin aus der Stadt mit einem riesigen Geburtstagskuchen – sie alle haben sich hier eingefunden, weil sie den Weg über die Brücke gefunden hat. Keiner wäre ohne sie hierhergekommen. Nora schaut in die Runde und spürt, wie ihr Herz ein ganz großes Wort nicht aussprechen kann.
Doppelseite 10
Die Kerzen auf dem Kuchen flackern, und das kleine Wesen flüstert: „Pust sie aus, Nora!“ Nora schließt die Augen. Über der Lichtung funkeln die ersten Sterne. Dann pust! – alles dunkel, alle jubeln. Der goldene Ballon schaukelt sanft über ihren Köpfen, genau wie heute früh am Fenster.
Die Kerzen auf dem Kuchen flackern, und das kleine Wesen flüstert: „Pust sie aus, Nora!“ Nora schließt die Augen. Über der Lichtung funkeln die ersten Sterne. Dann pust! – alles dunkel, alle jubeln. Der goldene Ballon schaukelt sanft über ihren Köpfen, genau wie heute früh am Fenster.
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