Samuel öffnet die Augen und sieht sofort seinen silbernen Helm auf dem Fensterbrett glänzen. Die Morgensonne schickt goldene Streifen quer durch die kleine Kammer. Samuel setzt den Helm schief auf den Kopf und flüstert: „Klack, klack, klack – heute gibt es ein Abenteuer!“ Das klingt so gut, dass er es gleich noch einmal sagt.
Samuel öffnet die Augen und sieht sofort seinen silbernen Helm auf dem Fensterbrett glänzen. Die Morgensonne schickt goldene Streifen quer durch die kleine Kammer. Samuel setzt den Helm schief auf den Kopf und flüstert: „Klack, klack, klack – heute gibt es ein Abenteuer!“ Das klingt so gut, dass er es gleich noch einmal sagt.
Doppelseite 2
Unten an der langen Holztafel duftet es nach warmem Brot. Samuel beißt hinein und macht dabei das allerdummste Gesicht, das er kennt – Backen raus, Augen verdreht. Kicher, kicher, kicher, so laut, dass die Milch im Becher zittert. Samuel wischt sich den Mund ab, schnallt sein Holzschwert um und ruft: „Klack, klack, klack – heute gibt es ein Abenteuer!“
Unten an der langen Holztafel duftet es nach warmem Brot. Samuel beißt hinein und macht dabei das allerdummste Gesicht, das er kennt – Backen raus, Augen verdreht. Kicher, kicher, kicher, so laut, dass die Milch im Becher zittert. Samuel wischt sich den Mund ab, schnallt sein Holzschwert um und ruft: „Klack, klack, klack – heute gibt es ein Abenteuer!“
Doppelseite 3
Das große Burgtor schwingt auf, und Samuel trabt hinaus auf die grünen Hügel. Sein Holzschwert klappert am Gürtel: klack, klack, klack. Die Wiese riecht nach Klee und warmem Gras. Schmetterlinge kurven um die Stiefel. Samuel hüpft den ersten Hügel hinauf, den zweiten, und oben auf dem dritten bleibt er abrupt stehen.
Das große Burgtor schwingt auf, und Samuel trabt hinaus auf die grünen Hügel. Sein Holzschwert klappert am Gürtel: klack, klack, klack. Die Wiese riecht nach Klee und warmem Gras. Schmetterlinge kurven um die Stiefel. Samuel hüpft den ersten Hügel hinauf, den zweiten, und oben auf dem dritten bleibt er abrupt stehen.
Doppelseite 4
Aus dem höchsten Turm der Burg steigt ein dünnes Rauchwölkchen auf – schnief, schnief, schnief. Samuel neigt den Kopf zur Seite. Das ist kein Feuer-Fauchen. Das klingt fast wie Weinen. Wer sitzt wohl da oben und ist traurig? Samuel schaut das Rauchwölkchen lange an, dann dreht er sich um und läuft zurück zur Burg.
Aus dem höchsten Turm der Burg steigt ein dünnes Rauchwölkchen auf – schnief, schnief, schnief. Samuel neigt den Kopf zur Seite. Das ist kein Feuer-Fauchen. Das klingt fast wie Weinen. Wer sitzt wohl da oben und ist traurig? Samuel schaut das Rauchwölkchen lange an, dann dreht er sich um und läuft zurück zur Burg.
Doppelseite 5
Die Wendeltreppe spiralt sich hoch, hoch, hoch. Sein Atem wird keuchend, die Knie weich. Samuel denkt: „Klack, klack, klack – heute gibt es ein Abenteuer“, und schreitet weiter. Oben stemmt er die schwere Tür auf – und da sitzt ein riesiger grüner Drache, der vor Schreck einen mächtigen Hüpfer macht, sodass der ganze Turm wackelt.
Die Wendeltreppe spiralt sich hoch, hoch, hoch. Sein Atem wird keuchend, die Knie weich. Samuel denkt: „Klack, klack, klack – heute gibt es ein Abenteuer“, und schreitet weiter. Oben stemmt er die schwere Tür auf – und da sitzt ein riesiger grüner Drache, der vor Schreck einen mächtigen Hüpfer macht, sodass der ganze Turm wackelt.
Doppelseite 6
Der Drache ist so groß, dass sein Schweif zweimal um den Turmraum gewickelt ist. Aber seine Augen – die sind rund und glänzend und sehr, sehr traurig. Er senkt den Kopf und flüstert mit einer Stimme wie rollendes Gewitter: „Alle laufen immer weg. Deshalb sitze ich hier allein. Schon so lange.“ Eine einzelne Rauchspirale kringelt sich zur Decke.
Der Drache ist so groß, dass sein Schweif zweimal um den Turmraum gewickelt ist. Aber seine Augen – die sind rund und glänzend und sehr, sehr traurig. Er senkt den Kopf und flüstert mit einer Stimme wie rollendes Gewitter: „Alle laufen immer weg. Deshalb sitze ich hier allein. Schon so lange.“ Eine einzelne Rauchspirale kringelt sich zur Decke.
Doppelseite 7
Sein Herz klopft laut. Samuel schluckt einmal, zweimal. Dann tritt er vor und legt beide Hände auf die warme, schuppige Schnauze des Drachen. „Ich laufe nicht weg“, sagt Samuel. „Willst du mein Freund sein?“ Der Drache blinzelt. Eine Träne kullert seine grüne Wange hinunter – und dann, ganz langsam, beginnt er zu lächeln, so breit, dass er mitlächeln muss.
Sein Herz klopft laut. Samuel schluckt einmal, zweimal. Dann tritt er vor und legt beide Hände auf die warme, schuppige Schnauze des Drachen. „Ich laufe nicht weg“, sagt Samuel. „Willst du mein Freund sein?“ Der Drache blinzelt. Eine Träne kullert seine grüne Wange hinunter – und dann, ganz langsam, beginnt er zu lächeln, so breit, dass er mitlächeln muss.
Doppelseite 8
„Hältst du dich fest?“, fragt der Drache. „Immer!“, ruft Samuel. Wuuusch! Samuel und der Drache schießen aus dem Turm hinauf in den blauen Himmel. Unten ziehen die grünen Hügel vorbei wie ein Teppich, der Wind zerrt an seinem Helm, und er lacht so laut, dass die Vögel erschrocken auseinanderstieben.
„Hältst du dich fest?“, fragt der Drache. „Immer!“, ruft Samuel. Wuuusch! Samuel und der Drache schießen aus dem Turm hinauf in den blauen Himmel. Unten ziehen die grünen Hügel vorbei wie ein Teppich, der Wind zerrt an seinem Helm, und er lacht so laut, dass die Vögel erschrocken auseinanderstieben.
Doppelseite 9
Sanft landen sie im Burggarten zwischen den blühenden Rosen. Samuel pflückt eine einzelne Rose und hält sie dem Drachen hin wie einen kleinen Orden. Der Drache schaut die zarte Geste lange an, und da bricht aus ihm ein Lachen heraus – so herzlich und tief, dass die Rosenblüten von den Zweigen wirbeln wie rosa Schnee.
Sanft landen sie im Burggarten zwischen den blühenden Rosen. Samuel pflückt eine einzelne Rose und hält sie dem Drachen hin wie einen kleinen Orden. Der Drache schaut die zarte Geste lange an, und da bricht aus ihm ein Lachen heraus – so herzlich und tief, dass die Rosenblüten von den Zweigen wirbeln wie rosa Schnee.
Doppelseite 10
Später kuschelt Samuel sich in die Kammer. Durch das offene Fenster hört er aus dem Garten ein dumpfes, zufriedenes Grummeln – der Drache schläft schon, zwischen den Rosen zusammengerollt. Samuel grinst in das Kissen. Dann flüstert er leise: „Klack, klack, klack – und das war erst der Anfang.“
Später kuschelt Samuel sich in die Kammer. Durch das offene Fenster hört er aus dem Garten ein dumpfes, zufriedenes Grummeln – der Drache schläft schon, zwischen den Rosen zusammengerollt. Samuel grinst in das Kissen. Dann flüstert er leise: „Klack, klack, klack – und das war erst der Anfang.“
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