Die Morgensonne schleicht durch das Rundfenster und kitzelt Sofias Nase. Auf dem Bett funkelt das kleine goldene Krönchen, und unten im Rosengarten öffnen die ersten Blüten ihre Augen. Sofia reckt sich, setzt das Krönchen schief auf den Kopf und flüstert: „Ein Schritt, noch ein Schritt!“ Dann ist sie hellwach.
Die Morgensonne schleicht durch das Rundfenster und kitzelt Sofias Nase. Auf dem Bett funkelt das kleine goldene Krönchen, und unten im Rosengarten öffnen die ersten Blüten ihre Augen. Sofia reckt sich, setzt das Krönchen schief auf den Kopf und flüstert: „Ein Schritt, noch ein Schritt!“ Dann ist sie hellwach.
Doppelseite 2
Am Frühstückstisch sitzt Sofia ganz allein und muss kichern: Ein Rosenblütenblatt ist vom Fenster hereingeweht und klebt ihr genau auf der Nasenspitze. Sie pustet es weg, das Blatt flattert durch die Luft, und Sofia ruft kichernd: „Ein Schritt, noch ein Schritt!“
Am Frühstückstisch sitzt Sofia ganz allein und muss kichern: Ein Rosenblütenblatt ist vom Fenster hereingeweht und klebt ihr genau auf der Nasenspitze. Sie pustet es weg, das Blatt flattert durch die Luft, und Sofia ruft kichernd: „Ein Schritt, noch ein Schritt!“
Doppelseite 3
Sofia läuft durch das große Tor hinaus in den Rosengarten. Das Krönchen blitzt in der Sonne, die Bienen summen, und der Brunnen im Innenhof plätschert fröhlich. Sie bleibt stehen, schnuppert den süßen Rosenduft und dreht sich einmal glücklich im Kreis.
Sofia läuft durch das große Tor hinaus in den Rosengarten. Das Krönchen blitzt in der Sonne, die Bienen summen, und der Brunnen im Innenhof plätschert fröhlich. Sie bleibt stehen, schnuppert den süßen Rosenduft und dreht sich einmal glücklich im Kreis.
Doppelseite 4
Da – am Brunnenrand liegt eine schimmernde Spur aus rosa Blütenblättern. Eins, zwei, drei … Sofia folgt ihr mit großen Augen, bis die Spur an einer kleinen, moosbedeckten Pforte in der Burgmauer endet. Sofia legt die Hand auf das alte Holz. Es fühlt sich rau und kühl an. Was mag wohl dahinter sein? Dann lugt sie durch den Spalt.
Da – am Brunnenrand liegt eine schimmernde Spur aus rosa Blütenblättern. Eins, zwei, drei … Sofia folgt ihr mit großen Augen, bis die Spur an einer kleinen, moosbedeckten Pforte in der Burgmauer endet. Sofia legt die Hand auf das alte Holz. Es fühlt sich rau und kühl an. Was mag wohl dahinter sein? Dann lugt sie durch den Spalt.
Doppelseite 5
Hinter der Pforte liegt das ganze Dorf wie ein buntes Bild zu ihren Füßen. Aber am Fluss steht der Markt unter Wasser – eine riesige, schlammige Pfütze hat den Weg verschluckt. Händler rufen durcheinander, Körbe stapeln sich am Rand, und kein einziger Mensch kommt mehr ans andere Ufer.
Hinter der Pforte liegt das ganze Dorf wie ein buntes Bild zu ihren Füßen. Aber am Fluss steht der Markt unter Wasser – eine riesige, schlammige Pfütze hat den Weg verschluckt. Händler rufen durcheinander, Körbe stapeln sich am Rand, und kein einziger Mensch kommt mehr ans andere Ufer.
Doppelseite 6
Sofia läuft den Hügel hinunter. Am Pfützenrand bleibt sie stehen – das Wasser sieht tief aus, und ihr Herz klopft schnell. Dann schluckt sie. Langsam streckt sie die Schultern, holt einmal tief Luft und flüstert: „Ein Schritt, noch ein Schritt.“ Hinter dem Bäckerhaus, erinnert sie sich, liegen die alten flachen Trittsteine.
Sofia läuft den Hügel hinunter. Am Pfützenrand bleibt sie stehen – das Wasser sieht tief aus, und ihr Herz klopft schnell. Dann schluckt sie. Langsam streckt sie die Schultern, holt einmal tief Luft und flüstert: „Ein Schritt, noch ein Schritt.“ Hinter dem Bäckerhaus, erinnert sie sich, liegen die alten flachen Trittsteine.
Doppelseite 7
Sofia rollt Stein für Stein zur Pfütze. Der erste Stein platscht ins Wasser – gut. Der zweite wackelt, rutscht, aber sie schiebt ihn gerade. Beim dritten Stein gleitet ihr Schuh weg und sie landet auf den Knien im Matsch, steht aber sofort wieder auf. Als der letzte Stein liegt, setzt Sofia den Fuß darauf und geht vor allen anderen hinüber. Das ganze Dorf jubelt.
Sofia rollt Stein für Stein zur Pfütze. Der erste Stein platscht ins Wasser – gut. Der zweite wackelt, rutscht, aber sie schiebt ihn gerade. Beim dritten Stein gleitet ihr Schuh weg und sie landet auf den Knien im Matsch, steht aber sofort wieder auf. Als der letzte Stein liegt, setzt Sofia den Fuß darauf und geht vor allen anderen hinüber. Das ganze Dorf jubelt.
Doppelseite 8
Im Dorf gehen nach und nach die Laternen an, und Lichterketten schwingen von Haus zu Haus, bis alles golden schimmert. Sofia geht mitten über das warme Kopfsteinpflaster und schaut sich staunend um. Ein sanftes Leuchten liegt in der Luft, als würde der Abend ihr leise danken. „Es ist wunderschön“, flüstert Sofia.
Im Dorf gehen nach und nach die Laternen an, und Lichterketten schwingen von Haus zu Haus, bis alles golden schimmert. Sofia geht mitten über das warme Kopfsteinpflaster und schaut sich staunend um. Ein sanftes Leuchten liegt in der Luft, als würde der Abend ihr leise danken. „Es ist wunderschön“, flüstert Sofia.
Doppelseite 9
Dann gehen alle den Hügel hinauf, die Dorfkinder hinter Sofia her, Fackeln und Glühwürmchen um sie herum. Sofia spürt, wie der Boden unter den Füßen fest und warm ist, die Schritte breit und sicher. Oben am Schlosstor riecht es nach frischem Brot – jemand hat einen Laib als Dankesgeschenk mitgebracht – und ihr Atem geht lang und ruhig in die Abendluft.
Dann gehen alle den Hügel hinauf, die Dorfkinder hinter Sofia her, Fackeln und Glühwürmchen um sie herum. Sofia spürt, wie der Boden unter den Füßen fest und warm ist, die Schritte breit und sicher. Oben am Schlosstor riecht es nach frischem Brot – jemand hat einen Laib als Dankesgeschenk mitgebracht – und ihr Atem geht lang und ruhig in die Abendluft.
Doppelseite 10
Im Turmzimmer kuschelt sich Sofia unter die warme Decke. Das Krönchen funkelt auf dem Nachttisch, und die warme Decke schmiegt sich weich um sie. Draußen plätschert der Brunnen leise. Sofia schließt die Augen und murmelt noch einmal, ganz leise: „Ein Schritt … noch ein Schritt.“ Dann schläft sie ein.
Im Turmzimmer kuschelt sich Sofia unter die warme Decke. Das Krönchen funkelt auf dem Nachttisch, und die warme Decke schmiegt sich weich um sie. Draußen plätschert der Brunnen leise. Sofia schließt die Augen und murmelt noch einmal, ganz leise: „Ein Schritt … noch ein Schritt.“ Dann schläft sie ein.
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